Anästhesie bedeutet für chirurgische Patienten, ohne Schmerzen operiert zu werden. Operationen und invasive Untersuchungen tun weh! Seit Menschengedenken sind Ärzte bemüht gewesen ihren Patienten die Schmerzen zu nehmen. Wirklich gelungen ist dies erst mit der Entwicklung der Narkose (Geschichte der Narkose: www.gesundheit.de) vor etwa 150 Jahren.
Die Narkose dient der Schmerzausschaltung. Als Vollnarkose schaltet sie auch das Bewusstsein aus und dämpft die vegetativen Reflexe (Streßminderung). Bei der Teilnarkose oder Regionalanästhesie werden selektive Blockaden des Operationsgebietes vorgenommen; der Patient ist wach.
Es gibt drei Formen der Anästhesie:
Die Lokalanästhesie – kann jeder durchführen; es bedarf keines Anästhesisten und keiner speziellen Überwachung. Beispiel: Eine Schnittverletzung wird mit einer Naht versorgt. Dazu unterspritzt der Arzt die Wundränder mit einem Lokalanästhetikum.
Die Regionalanästhesie, die von einem ausgebildeten Narkosearzt (Anästhesist) durchgeführt wird. Dabei werden grössere Körperabschnitte (Bein, Arm, komplette untere Körperhälfte) ‚lahmgelegt’, d.h. sie sind unempfindlich und bewegungslos. Beispiel: Zur Durchführung eines Kaiserschnitts wird im Bereich der unteren Wirbelsäule eine Blockade mit einem Lokalanästhetikum angelegt – Spinalanästhesie. Die Mutter nimmt ihr Kind unmittelbar in den Arm, denn sie ist wach.
Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) – ein reversibler Schlafzustand mit Schmerzfreiheit, Ausschaltung der Reflexe und wenn nötig künstlicher Erschlaffung der Muskeln. Der Patient wird künstlich beatmet. Beispiel: Operationen mit Eröffnung des Bauchs oder des Brustkorbs.
Wir als Narkoseärzte (Anästhesisten) führen jedoch nicht ‚nur’ die Narkose durch, sondern überwachen sämtliche lebenswichtigen Funktionen und sorgen dafür, dass Sie unmittelbar nach dem Eingriff keine Schmerzen haben.
07.06.2011

Großes Ärzte-Symposium "Kardiologie trifft Nephrologie" im Grand City Hotel in Duisburg am 10. März 2012. Programm