HELIOS Klinikum Duisburg GmbH
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Magnetresonanztomographie

Magnetresonanztomographie
Unauffälliges MRT-Bild des Kopfes eines 5jährigen Jungen. Sagittale Schnittebene.

Magnetresonanztomographie (MRT)

Die MRT ist ein radiologisches Bildgebungsverfahren, das nicht mit Röntgenstrahlung arbeitet, sondern mit einem Magnetfeld und Hochfrequenzimpulsen. Es lassen sich Querschnittsbilder der untersuchten Körperregion in jeder beliebigen Schichtebene erstellen. Der Patient liegt für die Dauer der Untersuchung in dem beleuchteten Tunnel des Magneten. Hier ist er vom Personal ständig zu sehen und kann sich mit einer Schelle melden. Wegen der lauten Klopfgeräusche des MRT- Gerätes werden dem Patienten Ohrstöpsel zur Verfügung gestellt. Die Untersuchung, während der der Patient ruhig liegen muß, kann eine halbe Stunde oder länger dauern.

In der MRT läßt sich grundsätzlich jede Körperregion untersuchen: Kopf, Wirbelsäule, Hals, Brustraum, Bauchraum, Becken, Extremitäten (Arme und Beine). Zur besseren Unterscheidung der verschiedenen Organstrukturen auf einem Querschnittsbild voneinander ist es gelegentlich erforderlich, ein intravenöses wasserlösliches MR-Kontrastmittel zu injizieren.

Einschränkungen der Untersuchungstauglichkeit für eine MRT
Aufgrund des starken Magnetfeldes dürfen Patienten und Begleitpersonen keine metallischen Gegenstände (z. B. Kleingeld, Feuerzeug, Scheren, Haarklammern, medizinisches Gerät...) mit in den Untersuchungsraum nehmen, da diese Teile von dem Magnetfeld angezogen werden und zu Verletzungen führen können. Uhren, Hörgeräte und Scheckkarten können beschädigt werden.

Magnetresonanztomographie
Unauffällige MRA der Brustraum- und Halsgefäße bei einem 5jährigen Jungen.

Magnetresonanz-Angiographie (MRA)

Die MRA ist die Darstellung venöser oder arterieller Gefäße mit Hilfe der MRT. Es gibt MRA-Techniken, die mit und solche, die ohne intravenöses MR-Kontrastmittel erstellt werden.

Magnetresonanztomographie
MRCP (V=Gallenblase, G=Gallengang, P=Bauchspeicheldrüsengang, M=Magen, d=Zwölffingerdarm (Dünndarm)). Verdacht auf Mündungseinengung bei Erweiterung von Gallen- und Bauchspeicheldrüsengang.

Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie (MRCP)

Als MRCP wird die Darstellung der Gallen- und Bauchspeicheldrüsenwege mit Hilfe der MRT bezeichnet. Hierbei wird nur das Signal stehender Flüssigkeit auf dem Bild dargestellt.

Magnetresonanz-Mammographie

Diese als MRM abgekürzte Untersuchung ist die röntgenstrahlungsfreie Darstellung der weiblichen Brust mit Hilfe der MRT. Sie wird durchgeführt zur Abklärung klinischer oder konventionell-mammographischer Befunde mit Verdacht auf einen bösartigen Brusttumor oder als Verlaufskontrolle, insbesondere bei Patientinnen, die bereits voroperiert sind und strahlen- und chemotherapiert werden.
Ferner werden Patientinnen untersucht, bei denen ein Tumor bereits sicher festgestellt wurde und bei denen nun die Ausbreitung des Tumors, der Befall von Achsellymphknoten und das Vorliegen weiterer Herde des Tumors abgeklärt werden muß.
Die MRM ersetzt nicht die konventionelle Mammographie. Vielmehr ist bei der Befundung die Zusammenschau beider Untersuchungen notwendig.
Die Untersuchung erfolgt in Bauchlage der Patientin, wobei die Brüste in Vertiefungen der Unterlage (Spule) gelagert sind. Durch Unterpolsterungen des Oberkörpers wird eine bequeme Lagerung erreicht, welche die Vorrausetzung für verwackelungsfreie Aufnahmen ist. Für die Untersuchung wird MR-Kontrastmittel in eine Armvene injiziert.

MR-Mammographie
MR-Mammographie (transversale Schnittebene, Ansicht von unten) einer 64jährigen Patientin mit einem Karzinom der linken Brust
MR-Mammographie
MR-Mammographie (koronare Schnittebene, Ansicht von vorne) derselben Patientin
MR-Mammographie
MR-Mammographie (Maximale Intensitäts-Projektion, Ansicht von schräg links vorne) derselben Patientin

01.02.2011

Kardiologie trifft Nephrologie

Großes Ärzte-Symposium "Kardiologie trifft Nephrologie" im Grand City Hotel in Duisburg am 10. März 2012. Programm