Die konventionelle Projektionsradiographie ist die allgemein bekannte Röntgenaufnahme. Die Abbildung erfolgt auf einer Filmkassette oder einem digitalen Speichermedium.

Röntgenaufnahmen von den Knochen und Gelenken werden angefertigt, um Brüche nachzu- weisen oder das Ausmaß von Verschleißerscheinungen zu ermitteln. Nach Operationen kann der Heilungsverlauf beurteilt werden. Auch sind Entzündungen und gutartige oder bösartige Tumoren des Knochens oft auf der Röntgenaufnahme zu erkennen. In der Regel ist es erforderlich, Aufnahmen in zwei Ebenen — also zum Beispiel von vorn und von der Seite — anzufertigen. Aufnahmen, bei denen ein Gelenk in einem Gerät unter Belastung gesetzt wird oder der Patient Gewichte halten muß, dienen zur Beurteilung der Gelenk- und Bandstabilität.

Die Lungenaufnahme, der „Röntgen-Thorax“, erlaubt Aussagen über das Herz, die Lunge, das Zwerchfell und den Brustkorb. So können Lungenentzündungen, Flüssigkeit in der Lunge, Schädigungen des Lungengewebes und eine Schwäche der Herzfunktion erkannt werden. Daneben sind auch kleine Tumoren im Lungengewebe nachweisbar. Viele Berufserkrankungen, z.B. die Steinstaublunge des Bergmanns, zeigen ein typisches Bild auf der Thoraxaufnahme. Von Kindern eingeatmete Fremdkörper lassen sich, sofern sie röntgendicht sind, auf der Thoraxaufnahme darstellen.

Mit Röntgenaufnahmen des Bauchraumes kann die Darmtätigkeit abgeschätzt werden. Auch ist die nach einem Leck im Magen-Darm-Trakt ausgetretene Luft zuverlässig nachweisbar. Weiterhin können verkalkte Nieren- und Gallensteine nachgewiesen werden. Verschluckte Fremdkörper lassen sich, sofern sie röntgendicht sind, auf der Abdomenaufnahme darstellen.

Diese Untersuchung dient der Früherkennung eines bösartigen Brusttumors, dem häufigsten Krebs bei Frauen. Mit diesem Untersuchungsverfahren sind auch kleine Tumoren nachweisbar, die noch nicht getastet werden können. Gutartige Tumoren und Zysten als Ursache eines tastbaren Knotens in der Brust sind ebenfalls zu erkennen. Die Untersuchung schließt auch ein Abtasten der Brust durch den untersuchenden Radiologen ein. Es gilt als gesichert, daß eine regelmäßige Früherkennungs-Mammographie im Abstand von zwei Jahren bei Frauen über 50 Jahren die Sterblichkeit an Brustkrebs verringern kann. Sprechen Sie hierüber mit Ihrem Frauenarzt. Bei jüngeren Frauen wird eine Mammographie in der Regel nur bei einem tastbaren Knoten durchgeführt. Wenn bei einem verdächtigen Brusttumor eine operative Entfernung geplant ist, kann mit Hilfe der Mammographie der Tumor vor der Operation für den Chirurgen markiert werden. Dann ist er bei der Operation schnell und sicher zu finden. Siehe auch MR-Mammographie.
Projektionsaufnahmen nach Einbringung eines Röntgenkontrastmittels in die Blutbahn, eine Körperhöhle oder eine Körperöffnung.
Ein gallegängiges wasserlösliches Kontrastmittel wird über eine Vene injiziert und in der Leber mit der Gallenflüssigkeit ausgeschieden. So lassen sich die Gallengänge und die Gallenblase auf dem Röntgenbild erkennen. Das Verfahren wird zur Darstellung von Gallensteinen verwendet, ist aber weitgehend durch Ultraschall und Magnetresonanztomographie ersetzt. Der Patient muß für die Untersuchung nüchtern sein.
Ein nierengängiges, nicht-ionisches, wasserlösliches Kontrastmittel wird über eine Vene injiziert und in den Nieren mit dem Harn ausgeschieden. So lassen sich die Nieren, die Harnleiter und die Harnblase auf dem Röntgenbild erkennen. Das Verfahren wird zur Überprüfung der Lage, Form und Funktion der Nieren angewendet sowie zum Nachweis von Nierenbecken- und Harnleitersteinen. Der Patient muß für die Untersuchung nüchtern sein und sollte vorher gut abgeführt und entbläht haben.
Siehe auch Durchleuchtung
Zur klaren Darstellung einer bestimmten Körperschicht werden die Strukturen über und unter der interessierenden Schicht durch die gekoppelte Bewegung von Röntgenröhre und Film verwischt. Dieses Verfahren wird noch gelegentlich zur besseren Darstellung von Nieren- oder Gallensteinen oder Knochenveränderungen verwendet, ist aber heute weitgehend durch Ultraschall, Computertomographie und Magnetresonanztomographie ersetzt worden.
26.01.2011

Großes Ärzte-Symposium "Kardiologie trifft Nephrologie" im Grand City Hotel in Duisburg am 10. März 2012. Programm